Sonderausstellung „Gubener Fragmente“
Entwurfsarbeiten von Studenten der BTU Cottbus-Senftenberg
Die Stadt Guben lädt zur Sonderausstellung „Gubener Fragmente“ ein, die in Zusammenarbeit mit Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg entstanden ist. Gezeigt werden Entwurfsarbeiten von Bachelor- und Masterstudenten des Instituts für Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Gebäudekunde, aus dem Sommersemester 2025.
Die Ausstellung ist am Montag, 3. Februar 2026, in der Alten Färberei Guben zu sehen. Interessierte Besucher können die Arbeiten in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr besichtigen.
Ausgangspunkt der Projekte ist die Doppelstadt Guben–Gubin, die über viele Jahrzehnte ein bedeutender Standort der Textil- und Chemieindustrie war. Bis heute prägen zahlreiche Industriegebäude und bauliche Zeugnisse das Stadtbild. Gleichzeitig ist die Stadt seit den 1990er Jahren mit den Folgen von Deindustrialisierung und demografischem Wandel konfrontiert.
Unter der Leitung von Prof. Katharina von Stuckrad setzten sich die Studenten intensiv mit diesen Rahmenbedingungen auseinander. Im Fokus standen Fragen der zukünftigen Stadtentwicklung, mögliche Orte für bauliche Interventionen sowie neue Nutzungskonzepte für bestehende Brachen. Guben wurde dabei bewusst nicht als Problemraum, sondern als Stadt mit vielfältigen Potenzialen betrachtet.
Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die Stadt als Gefüge räumlicher, sozialer und infrastruktureller Fragmente. Auf dieser Grundlage entwickelten die Studenten Entwurfsszenarien, die bestehende Bausubstanz neu interpretieren und Vergangenheit und Zukunft miteinander verbinden. Untersucht wurden unter anderem das ehemalige Gerichtsgefängnis, die Villa Lehmann, das Wolllager, der Bahnhof Guben, der Alte Hafen, das Polizeigelände, der Pavillon Gubin, die Tuchfabrik Wolf sowie Haus D der ehemaligen Tuchfabrik Carl Lehmanns Wwe. & Sohn.
Die Ergebnisse werden in Modellen und Entwurfsdarstellungen präsentiert. Sie zeigen vielfältige Handlungsspielräume auf und laden dazu ein, das bauliche Erbe der Stadt als Chance für Wandel zu begreifen, ohne die Identität Gubens zu verlieren.
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